Homöopathie

Was ist Homöopathie?
Lebenskraft
Individualität
Krankheit
Heilung
Arzneimittel
Arzneimittelprüfung

                                                           

  

Was ist Homöopathie?

Homöopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode, im Einklang von Körper, Seele und Geist, die die Abwehrkräfte durch Anregung der Lebenskraft aktiviert.

Homöopathie versteht Krankheitssymptome als Signale, als individueller Ausdruck des Körpers. Sie behandelt die Ursachen einer Krankheit, weil nur so eine dauerhafte Heilung möglich ist.

Homöopathie wirkt nach dem Ähnlichkeitsprinzip 'Similia similibus curentur' (Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt): Ein Mittel, das beim gesunden Menschen bestimmte Krankheitssymptome hervorzurufen vermag, kann gegen ebendiese bei einem kranken Menschen eingesetzt werden. So wird z.B. das homöopathische Mittel Coffea (aus der Kaffeebohne gewonnen), das bei einem Gesunden Nervosität, Zittern, Schlafmangel und Reizbarkeit hervorruft, bei einem Patienten mit ähnlichen Symptomen eingesetzt. Coffea wird ihm wieder Ruhe und Ausgeglichenheit bringen.

Homöopathie heilt sanft und dauerhaft, ohne Nebenwirkungen und ohne die Symptome zu unterdrücken. Dabei braucht es manchmal Geduld, den Prozessen der Natur Zeit zu lassen.

 

Lebenskraft

Die Lebenskraft ist eine übergeordnete Kraft, die alle Lebensfunktionen steuert und den Organismus in Harmonie und Ordnung erhält. Sie schützt uns vor Krankheiten und verleiht Immunität gegenüber krankmachenden Faktoren.
Durch Beeinflussung des Gleichgewichts kann Krankheit entstehen oder Heilung geschehen. Der nicht-materiellen Lebenskraft muss mit einem ebenfalls nicht-materiellen Arzneimittel begegnet werden, um sie überhaupt zu erreichen bzw. beeinflussen zu können. Echte Heilung ist folglich nur durch Harmonisierung der Lebenskraft möglich. Homöopathische Arzneimittel bringen den Kranken wieder ins Gleichgewicht. Der Mensch wird unterstützt, sich selbst zu heilen.

 

Individualität

Die Homöopathie sieht jeden Menschen als individuelle Persönlichkeit. Zwei Patienten, die an der gleichen Krankheit leiden, können mit unterschiedlichen Arzneimitteln behandelt werden. Wichtig für die Homöopathin ist nicht die Krankheit an sich, sondern die Art, wie der Patient diese Krankheit ausdrückt. Eine gründliche Fallaufnahme ist erforderlich, um das richtige Mittel zu finden. (Behandlung)

 

Krankheit

Die Homöopathie unterscheidet zwischen akuten und chronischen Erkrankungen. Akute Krankheiten (individuell od. epidemisch) haben einen plötzlichen Beginn, einen heftigen und schnellen Verlauf und verschwinden rasch wieder oder führen zum Tod. Chronische Krankheiten entwickeln sich oft durch schlechte äussere Bedingungen oder es handelt sich um vererbte oder erworbene Anfälligkeiten (miasmatische chronische Krankheiten). Letztere sind die echten Krankheiten mit tiefliegenden Wurzeln und behinderndem oder gar zerstörendem Charakter. (Möglichkeiten und Grenzen)

Nicht zu den Krankheiten zählen Unpässlichkeiten (Abweichungen in der Ernährung oder dem gewohnten Tagesablauf), chirurgische Probleme (Verletzungen, Verbrennungen, etc.) und pseudo-chirurgische Probleme (Warzen, vergrösserte Rachenmandeln, Krampfadern, Hämorrhoiden, Fisteln, Ganglien, etc.).

 

Heilung

Wir sprechen von Heilung, wenn die Ursache der Erkrankung, also die Störung der Lebenskraft, behoben ist. Im Akutfall verläuft die Heilung in der Regel schnell, chronische Fälle erfordern Zeit und Geduld und brauchen eventuell mehrere Mittel, bis zur vollständigen Genesung. (Heilreaktion)

 Der Verlauf des Heilungsprozesses verläuft nach den Heringschen Heilungsregeln:

  • von innen nach aussen und von wichtigen zu weniger wichtigen Organen Zuerst gibt es eine psychische Besserung, dann werden lebenswichtige Organe (Herz, Lunge, Niere usw.) und zuletzt die übrigen Körperteile (Gelenke, Haut usw.) geheilt.
  • von oben nach unten
  • in umgekehrter Reihenfolge Es verschwinden die Symptome zuerst, die zuletzt aufgetreten sind.

  

Arzneimittel

Die homöopathischen Heilmittel werden in erster Linie aus Pflanzen gewonnen, aber auch Metalle, Mineralien, Tiere und durch Krankheiten produzierte Stoffe werden für die Herstellung der mehr als 2000 Heilmittel verwendet.

Die Arzneimittel werden stark verdünnt und anschliessened potenziert (verschüttelt), um die energetische Heilkraft zu entwickeln. Sie sind ungiftig, frei von Nebenwirkungen und somit auch ideal in der Behandlung von Säuglingen, Schwangeren und schwer kranken Menschen.

 

Arzneimittelprüfung

Die sogenannte Arzneimittelprüfung ist ein wichtiger Grundstein der Homöopathie. Es wird geprüft, welche Symptome eine Arznei erzeugt und damit auch heilen kann. Eine Gruppe gesunder Menschen nimmt das zu prüfende Mittel ein und protokolliert alle darauffolgenden Befindensänderungen auf Gemüts- und Körperebene. Am Schluss der Prüfung werden die Beobachtungen gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden zum sogenannten Arzneimittelbild zusammengestellt und durch klinische Beobachtungen und Erfahrungen ergänzt. Die Ergebnisse all dieser Forschung werden in der "Materia Medica Homöopathica" zusammengefasst.

 

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