Behandlung

Möglichkeiten
Was sie erwartet
Einzelmittel und minimale Dosis
Mitteleinnahme
Heilreaktion
 Praktische Tipps
Grenzen

 

 

Möglichkeiten

Homöopathie eignet sich bei: 
 
Neugeborenen, Kindern und Erwachsenen
 
Akuten Krankheiten
(z.B. Erkältungen, Grippe, Husten, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Hexenschuss, Magen-Darm-Grippe, Blasenentzündung, Kolik, etc.)
 
Chronischen Krankheiten
(z.B. Allergien, Neurodermitis, Ekzeme, Asthma, Migräne, Rheuma, Arthrose, Depressionen, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden, Herzbeschwerden, Epilepsie, etc.)

 

 

Was sie erwartet

Um für jeden Menschen das richtige Mittel zu finden, ist eine gründliche Fallaufnahme (Anamnese) erforderlich (ca. 2 Std.).

Dabei müssen sowohl akute und vergangene Beschwerden, als auch Krankheiten der Herkunftsfamilie in Betracht gezogen werden. Auch Charakter und Naturell (z.B. eifersüchtig, misstrauisch, introvertiert, scheu usw.), typische Empfindungen und Verhaltensweisen, sowie Vorlieben und Abneigungen des Patienten spielen eine bedeutende Rolle.

Die genaue Beobachtung der individuellen Symptome des Patienten ist eine wichtige Voraussetzung für die homöopathische Behandlung.

 

 

Einzelmittel und minimale Dosis

In der klassischen Homöopathie wird jeweils nur ein einziges homöopathisches Mittel, das nur eine einzige Substanz enthält, angewendet. Die Wiederholung einer Mittelgabe findet nur bei Bedarf statt und wird auf ein Minimum beschränkt.

 

 

Mitteleinnahme

  • Homöopathische Mittel sollten nicht mit der Hand berührt werden und nicht mit Metall in Berührung kommen.
  • Sie sollten nicht in der Nähe von Parfum oder anderen stark riechenden Substanzen aufbewahrt werden.
  • Die Einnahme sollte nur mit völlig sauberem Mund erfolgen, d.h. am besten spült man vor der Einnahme den Mund mit Wasser.
  • Das Mittel sollte auf nüchternen Magen genommen werden. Nach der Einnahme sollte mindestens eine halbe Stunde lang nichts gegessen oder getrunken werden.
  • Auf die Anwendung von Kampfer (kampferhaltige Salben oder Öle wie z.B. in Erkältungs- und Sportsalben) muss unbedingt verzichtet werden, da Kampfer die Wirkung fast jedes homöopathischen Mittels aufhebt.. Ätherische Öle sollten ebenfalls vermieden werden, da sie die Wirkung von homöopathischen Mitteln abschwächen können.
  • Pfefferminz schwächt die Wirkung bestimmter Mittel ab.
  • Der regelmässige Konsum von Kaffee kann die Wirkung der homöopathischen Mittel abschwächen.
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Heilreaktion

Als Reaktion auf das homöopathische Arzneimittel kann es zu einer Erstverschlimmmerung kommen, die als Stimulation und Reaktion der Lebenskraft und somit als Heilreaktion anzusehen ist. Bestehende Symptome können sich kurzfristig verstärken, alte noch einmal auftreten und unterdrückte Symptome wieder zum Vorschein kommen. Zudem kann es zu Gefühlsreaktionen (man ist für einige Zeit ärgerlich, impulsiv oder weinerlich) und/oder zu Absonderungen (z.B. starkem Schwitzen, Hautausschlägen, vermehrtem Harndrang, Durchfall, etc.) kommen, die meistens als Reinigung zu verstehen sind.
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Werden Ausscheidungs- und Reinigungsvorgänge unterdrückt, kann sich aus einer akuten Erkrankung eine chronische entwickeln, da die Lebenskraft daran gehindert wurde, die Krankheit an die Oberfläche des Körpers zu bringen. Die Krankheit verlagert sich in tiefere Schichten.
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Bitte nehmen Sie während der Erstverschlimmerung keine anderen (auch keine homöopathischen) Medikamente ein, bevor Sie mit der behandelnden Homöopathin gesprochen haben.

 

 

Praktische Tipps

Hautprobleme
Mandelöl zur Linderung (trockene Haut vor und nach dem Waschen einölen)

Hohes Fieber
ev. kühlende Wickel anlegen, aber nur wenn die Extremitäten warm sind

Blasenentzündung
viel Wasser und Kräutertee trinken, Nieren- und Harnblasengegend unbedingt warm halten

Nasen-/Halsprobleme Stirnhöhlenkatarrh
Nase öfters mit Meersalz spülen oder Wasserdampf mit Meersalz (ca. 1 TL Salz auf 1L Wasser) inhalieren, Hals mit Kochsalzlösung gurgeln. Allgemein bei Erkältungen nur leichte Nahrung zu sich nehmen (keine fettigen Speisen, auf Schokolade, Bananen und Milchprodukte ganz verzichten, da diese Nahrungsmittel die Schleimproduktion im Körper erhöhen)

schmerzhafte Stellen
kalte oder warme Umschläge - ganz nach ihren Bedürfnissen

 

 

Grenzen

Die Homöopathie stösst an ihre Grenzen...

... wenn ein chirurgischer Eingriff unumgänglich ist (z.B. nach einem Unfall, Knochenbruch, grossen Nieren- oder Gallensteinen, etc.)

... bei einer schweren Krankheit im unheilbaren Stadium, das heisst, wenn das Gewebe so zerstört ist, dass keine Heilung mehr möglich ist (Krebs mit Metastasen, Lungenemphysem, Nierenversagen, etc.).

Aber selbst dort, wo nicht mehr geheilt werden kann, spielt die Homöopathie eine bedeutende Rolle. Sie kann Beschwerden und Schmerzen erheblich lindern und auch im Endstadium von Krankheiten zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

 

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